Vergangenheit Kohle und Stahl - Zukunft Wissen und Bildung?

Wissensgeschichte im Ruhrgebiet und in anderen europäischen Montanregionen

Die Tagung "Vergangenheit Kohle und Stahl - Zukunft Wissen und Bildung? Die Bildungs- und Wissensgeschichte im Ruhrgebiet und in anderen europäischen Montanregionen" folgt der Kernannahme, dass aktive oder ausgelaufene, vom Bergbau geprägte schwerindustrielle Ballungsräume wie das Ruhrgebiet eine besondere bildungs- und wissensgeschichtliche Relevanz besitzen. Bildung und Wissen gelten seit langem unbestritten als zentrale Instrumente zur Gestaltung gesellschaftlicher Wandlungs- und Integrationsprozesse. Sie ermöglichen Chancengleichheit, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Mit dem Begriff der "Wissensgesellschaft" verbindet sich ein Transformationsversprechen, das während der Tagung exemplarisch für das Ruhrgebiet sowie andere montanindustrielle Regionen untersucht werden soll. Daneben impliziert die Vorstellung eines "Wandels durch Wissen" auch eine spezifische "Bildungsferne" schwerindustrieller Regionen in der Vergangenheit, die geschichtswissenschaftlich bislang nur selten hinterfragt wurde.

Damit verfolgt die Tagung eine doppelte Stoßrichtung, die einerseits darauf abzielt, das Narrativ des "Wandels durch Wissen" zu historisieren und andererseits beabsichtigt, die Annahme einer homogenen, "bildungsfernen" Vergangenheit zu hinterfragen. Sachlich werden sich die Beiträge zur Konferenz auf folgende Felder der Bildungs- und Wissensgeschichte von Bergbau- und Montanregionen beziehen: die Auswirkungen staatlicher Bildungs- und Schulpolitik; Akteure und Organisationen im nicht-staatlichen Bildungswesen (Bergbau, Arbeiterbildung, Gewerkschaften, Volkshochschulen); die Entwicklung des technischen und beruflichen Bildungswesens; universitäre Bildung und Forschung, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Fachhochschulen; Bildungsdiskurse und Expertenöffentlichkeiten.

Datum: 19.09.-21.09.2018

Website: Glück-auf-Zukunft

 

Ort

Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Institut für soziale Bewegungen
Clemensstr. 17-19,
44789 Bochum

Kontakt

Sara-Marie Demiriz
Jan Kellershohn

Tel. 0234 32 - 22555