Archiv für soziale Bewegungen

Archiv für soziale Bewegungen

Archiv für soziale Bewegungen

Das Archiv für Soziale Bewegungen ist eine Sammelstelle für all jene Quellen, die in der etablierten Archivlandschaft Nordrhein-Westfalens bislang nicht zu finden sind und dennoch in besonderer Weise die Entwicklung Montanregion an Rhein und Ruhr, vielleicht auch deren Sonderweg dokumentieren. Hierzu zählen neben dem Archiv der Industriegewerkschaft Bergbau und Energie zahlreiche Überlieferungen von Betriebsräten, Arbeitsdirektoren und Aufsichtsräten.

Als weiteren Gewerkschaftsbestand bewahrt das Archiv für soziale Bewegungen die Überlieferungen der Industriegewerkschaft Chemie, Papier, Keramik, die 1997 mit der Industriegewerkschaft Bergbau und Energie fusionierte. Von besonderem historischen Interesse ist das darin eingebundene Archiv der Gewerkschaft Leder, das – anders als die übrigen Gewerkschaftsarchive – das nationalsozialistische Regime weitgehend verlustfrei überdauerte.

Teil des Strukturwandels an Rhein und Ruhr war und ist die regionale Landesplanung, die vom Kommunalverband Ruhr (KVR) betrieben wurde und die nun von dessen Rechtsnachfolger Regionalverband Ruhr (RVR) fortgeschrieben wird. Die umfangreiche Altregistratur des Kommunalverbandes Ruhr gelangte 2005 in das Archiv für soziale Bewegungen und ergänzt dort Überlieferungen der Internationalen Bauausstellung Emscher-Park, die über 10 Jahre hinweg den Wandel des Ruhrgebiets mit Beteiligung bekannter in- und ausländischer Architekten und Künstler, zu einer modernen Dienstleistungs-, Kunst- und Lebensregion aktiv betrieben hat.

Das Archiv für soziale Bewegungen steht Wissenschaftlern ebenso wie einer interessierten Öffentlichkeit kosten- und entgeltfrei zur Verfügung. Eine Ausleihe von Archivalien ist nicht möglich; allerdings steht ein modern ausgestatteter Lesesaal zur Verfügung. Um eine umfassende Beratung der Archivbenutzer zu gewährleisten, wird um Voranmeldung gebeten.